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Vom Realschüler zum 1,0-Abi: 18-Jähriger macht das beste Abitur Bottrops

| HHG in der Presse

Bottrop. Am Heinrich-Heine-Gymnasium hat Lukas Wieckowski ein Top-Abitur hingelegt. Was er selbst über seinen Erfolg denkt und was er anderen Schülern rät.

Ein Abitur mit 1,0 ist für viele das große Ziel. Für Lukas Wieckowski war es lange unrealistisch und schon gar nicht der Plan. Jetzt ist er Bottrops bester Abiturient 2026. 

„ Das ist alles noch unwirklich“, erzählt der 18-Jährige im Gespräch mit der Redaktion. 825 von 900 möglichen Punkten stehen auf seinem Abschlusszeugnis, daneben die Abiturnote 1,0.

Lukas war Teil des Mini-Jahrgangs am Heinrich-Heine-Gymnasium (HHG). Aufgrund der Umstellung von G8 auf G9 gab es keinen regulären Abiturjahrgang.

Übergang von Realschule auf Gymnasium: „Krasser Systemwechsel“

Er wechselte nach der 10. Klasse von der August-Everding-Realschule auf das HHG. Dort startete er in der Einführungsstufe (EF) in die gymnasiale Oberstufe. „Das war ein krasser Systemwechsel“, sagt der Bottroper. Aber er habe sich gut einfinden können.

„In der Mittelstufe war ich eher ein 3er-Schüler“, erzählt er von der Zeit auf der Realschule. Dennoch schaffte er den Sprung auf das Gymnasium. „Ab dem Wechsel wurde es auf jeden Fall besser.“

Für ihn steht fest: Das lag nicht zuletzt auch an den Lehrkräften.„Ohne sie hätte ich nicht immer so viel Lust auf Lernen gehabt.“ Alle hätten viel Interesse gezeigt und sich Mühe gegeben. „Sie haben einfach Menschlichkeit ausgestrahlt.“

Abiturient setzt auf seine mündliche Note

Aber die guten Noten lagen an ihm selbst. „Die mündliche Note hat mich gerettet.“ Sie machte 50 Prozent der Gesamtnote aus. Damit konnte er eine schwächere Klausur einfach ausgleichen.

Vor Klausuren habe er immer eine Woche intensiv gelernt. „Aber ansonsten habe ich nichts Besonderes gemacht“, sagt Lukas und zuckt mit den Schultern. Für die Abiturprüfungen arbeitete er Probe- und Altklausuren durch und schaute Lernvideos auf Youtube. 

Er wollte sich aber nicht nur auf das Lernen konzentrieren. „Nicht das ganze Leben ist Schule.“ Natürlich habe die Schule auch Priorität gehabt, doch für ihn gehörte ebenso seine Freizeit dazu. „Freunde treffen und Spaß haben war für mich genauso wichtig.“

Mathe und Deutsch waren seine Leistungskurse. Auch Erdkunde und Biologie hatte er im Abi. Nicht unbedingt seine Lieblingsfächer, was das Lernpensum anging. 

„Ich mochte die Fächer immer, doch für Mathe und Biologie habe ich definitiv am meisten gelernt“, stellt der 18-Jährige fest. Englisch wählte er in der Q2-Stufe ab. Dafür paukte er ab der EF Italienisch. 

Aus der Schulzeit erinnert er sich am liebsten an die lustigen Momente. „Es war eine Mischung aus Lernen und Spaß.“ Und genau das rät er zukünftigen Abiturienten: „Man muss im Unterricht aufpassen, sich aber nicht entmutigen lassen oder sich überarbeiten.“ Nur dann könne man seiner Meinung nach auch gute Ergebnisse erzielen.

Medizin ist für Top-Abiturient Lukas keine Option

Und was macht man jetzt mit so einem Spitzenabitur?

„Alle sagen mir, ich soll Medizin studieren“, erzählt Lukas. Doch das ist nichts für ihn. „Ich kann kein Blut sehen“, gibt er zu. Denn auch wenn er sich für Naturwissenschaften interessiere, sehe er sich doch eher in einem anderen Bereich.

Lange habe er sich keine konkreten Gedanken darüber gemacht, was er nach dem Abitur machen möchte. Jetzt weiß er, er will zum Wintersemester ein Studium beginnen. Nur welches genau, ist noch offen. „Ich habe mich für Jura beworben. Gerichte faszinieren mich.“

Aber noch ist nichts entschieden. Auch einen Studiengang mit Mathematik könnte er sich vorstellen. „Bis Mitte Juli kann ich mich noch bewerben. Mal sehen, was es dann am Ende wird.“

Qelle: WAZ online, 01.07.2026, 08.10 Uhr

Autorin: Elisa Stecker, Volontärin, 

 

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Lukas Wieckowski ist Bottrops bester Abiturient 2026. Am Heinrich-Heine-Gymnasium lautet das Abi-Motto 2026 "Halbi - Nicht Halbes und nichts Ganzes". C) FUNKE Foto Services / Frank Oppitz