Workshop „WIR gegen das Vergessen“ – Erinnern, Verstehen, Verantwortung übernehmen
Am 27. und 28. Januar hatten wir an unserer Schule die Möglichkeit, am Workshop „WIR gegen das Vergessen“ teilzunehmen. Schüler:innen der Jahrgänge 9 bis Q2 setzten sich dabei gemeinsam mit Frau J. Keller intensiv mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander.
Dass der Workshop rund um den 27. Januar, den internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, stattfand, verlieh den beiden Tagen eine besondere Bedeutung. Aufgrund des großen Interesses wurde der Workshop sogar an einem zusätzlichen Tag angeboten.
Im Workshop ging es nicht nur um historische Fakten, sondern vor allem um das Schicksal der Menschen, die ausgegrenzt, verfolgt und ermordet wurden. Besonders eindrücklich waren dabei Querverweise zur lokalen Geschichte, durch die deutlich wurde, dass die Verbrechen der NS-Zeit nicht nur an weit entfernten Orten stattfanden, sondern auch direkt vor unserer eigenen Haustür.
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Auseinandersetzung mit dem Leben unseres verstorbenen Schulpaten Sally Perel. Durch Filmausschnitte aus „Ich war der Hitlerjunge Salomon“ sowie durch Interviews mit ihm erhielten wir einen sehr persönlichen Einblick in seine Lebensgeschichte. Seine Erfahrungen, seine Entscheidungen und sein Engagement als Zeitzeuge haben viele von uns tief bewegt und zum Nachdenken angeregt.
Zum Abschluss überlegten wir gemeinsam, wie wir Sally Perel an unserer Schule in Zukunft würdig in Erinnerung halten können. Uns war dabei wichtig, seine Geschichte nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und Verantwortung zu übernehmen – ganz im Sinne unseres Selbstverständnisses als Schule mit Courage. Die gesammelten Ideen werden nun von der AG Schule mit Courage weiterentwickelt. Dass sich Sally Perels Todestag am 2. Februar jährt, macht diese Aufgabe für uns umso bedeutungsvoller.
Der Workshop hat uns gezeigt, dass Erinnern mehr ist als Rückblicken: Es bedeutet, aus der Geschichte zu lernen und Haltung zu zeigen - heute und in Zukunft.
Karolina Golinski aus der AG Schule mit Courage



